"Hab ich jetzt ´nen Drehwurm?"

Ich fotografiere unheimlich gerne mit alten analogen Linsen. Sie haben einfach einen ganz besonderen Charme...

Und das Fantastische ist, dass man in diesen Objektiven wirklich ganz einfach die Linsen drehen kann, was geniale Effekte bewirkt. Die Bilder leben dann von ihrem märchenhaften Look. Schärfe darf allerdings nicht überbewertet werden. Ich mag es einfach, damit zu spielen und mich von einem vielleicht eher langweiligen Motiv durch die Drehung der Linse positiv überraschen zu lassen.

 

Auf dieser Seite stelle ich Infos und meine persönlichen Erfahrungen rund um dieses oder verwandte Themen zusammen.


Drehung der Frontlinse am Helios 44-2 2/58

Ich zeige euch in diesem Video, wie ich mit ganz einfachen Schraubendrehern meine Objektive aufschraube, um die Linsen im Inneren zu drehen und dadurch einen  ganz tollen Effekt bei den Fotos zu erzielen. 

 

Ich hatte anfangs einen riesigen Respekt davor, ein Objektiv aufzuschrauben, weshalb ich mich zuerst nur an eines wagte, das mir nicht sonderlich am Herzen lag. Aber während des Schraubens merkte ich schon, das die alten analogen Linsen bei weitem nicht so empfindlich sind , wie ich mir das vorgestellt hatte.

 

Aber Achtung:

Jedes Objektiv ist ein bisschen anders aufgebaut und nicht jedes läßt sich so einfach umbauen, wie das Helios. Bei manchen kann man die Frontlinse zwar genauso leicht lösen, allerdings hat diese im gedrehten Zustand nicht mehr genügend Platz zur darunterliegenden, und man kann das Objektiv nicht mehr schließen...

 

Genauso leicht wie die Frontlinse, lässt sich beim Helios auch z. B.  die hintere Linse drehen.

Dazu gibt es dann ein extra Video.

 

Ich hoffe, manchem "Bastel-Beginner" etwas die Angst nehmen zu können!

Der erste "Ruck" ist der Schwerste. Wenn der geschafft ist, ist der Rest  ein Kinderspiel ;-)

 

Ganz viel Spaß und viel Erfolg wünsch ich euch!

Nadja

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Drehung der hinteren und mittleren Linse am Helios 44-2 2/58

Heute zeige ich euch, wie einfach es ist, die hintere und die mittlere Linse beim Helios 44-2 zu drehen. Es läuft nach dem gleichen Prinzip ab, wie bei der Frontlinse im vorherigen Video - nur dass sich die Linsen, um die es heute geht, gemeinsam in einem Linsenblock befinden.

Das ist aber gar nicht kompliziert!

Und damit ihr euch das besser vorstellen könnt, habe ich wieder ein kurzes Video gedreht und eine Bilderserie desselben Motivs in allen möglichen Drehvariationen hochgeladen.

 

 

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Verkuppeln? Auja!

Mit zwei Altgläsern in den Makrobereich gehen

Ich habe mal wieder eine feine Spielerei für mich entdeckt! Keine direkte Objektivmodifikation, aber trotzdem eine feine Sache für Altglasliebhaber wie mich, die auch noch gerne im Makrobereich fotografieren.

Eine supergünstige Alternative zum Makroobjektiv und - wie in meinem Fall - endlich eine "sinnvolle" Einsatzmöglichkeit für ein paar meiner analogen Linsen, die sonst nicht so häufig ausgeführt werden...

Und zwar nehme man einen Kupplungsring, der zwei Objektive über ihre Filtergewinde miteinander verbindet, dann eine etwas längere Brennweite (z.B.135mm), sowie  eine kurze Brennweite (z.B. 24mm oder 50mm).

Die längere Brennweite wird normal an die Kamera montiert und die kurze Brennweite wird mit dem Kupplungsring in Retrostellung vor das andere Objektiv gedreht und wirkt nun wie eine Nahlinse. Beim kleine Objektiv muss die Blende auf jeden Fall  ganz offen sein, damit es keinen Vignettierung im späteren Bild gibt.

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Wie krieg ich bloß die Plastiklinse an meine Cam?

Projektionslinse Maginon 85/2.8 adaptieren

Was hab ich mich damals über meine erste Diaprojektor-Linse gefreut!! Ich wusste, dass ich sie einfach mit Klebeband an einem Zwischenring befestigen kann - und los gehts! Dann halt nur in einer festen Einstellung. Egal!! Her mit den Bubbels - lautete das Motto!

Doch wie es halt so ist: Irgendwann hat mir dieses Provisorium nicht mehr gereicht. Der "Bapp" mit dem Klebeband nervte total und immer haben die Zwischenringe gefehlt, wenn ich sie gebraucht habe...

Also was tun? Soll ich jemanden damit beauftragen, mir einen passenden Adapter zu bauen? Kennen tue ich ja einige, die das ganz toll und professionell machen, im ganz edlen Look und richtig schick. Aber irgendwie war mein Ehrgeiz geweckt und ich dachte: "Mensch Nadja, das kriegste doch auch irgendwie hin!" Also versuchte ich mich schlau zu machen, wie ich denn nun die Länge des zu bastelnden Tubus` ausrechne... Ich bin ja nun leider nicht so der Physik- und Mathetyp in der Schule gewesen (was mich JETZT übrigens sehr ärgert...) und deshalb verstehe ich zwar vieles grob nach Gefühl, kann euch aber die Details über das Errechnen des Auflagesmaßes oder sonstige technische Raffinessen leider nicht erklären (dafür gibt es diverse Tabellen und Formeln, etc.). Aber ich zeige euch gerne, wie ich das ganze für mich gelöst habe. Es gibt bestimmt elegantere und genauere Möglichkeiten, aber für mich war wichtig, dass es besonders einfach und günstig sein muss, und da ich mittlerweile mehrere Projektionslinsen habe, wäre ein recht simples Wechselsystem auch perfekt für mich.

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